Unregelmäßige Zyklen in der Perimenopause

Alles klar, tauchen wir ein in die Welt der Perimenopause. Der Umgang mit unregelmäßigen Perioden in dieser Phase kann eine Herausforderung sein, aber wenn man den Prozess versteht, lässt er sich leichter bewältigen. Hier ist das Wichtigste, was du wissen musst:

1. Was verursacht unregelmäßige Perioden in der Perimenopause?

  • Hormonelle Veränderungen: Unsere geliebten Östrogen- und Progesteronspiegel schwanken unvorhersehbar, da die „Mutter-Eierstöcke“ schrittweise weniger dieser Hormone produzieren. Dies führt zu Unregelmäßigkeiten im Menstruationszyklus, wie kürzeren oder längeren Zyklen, einer stärkeren oder schwächeren Blutung und neuen Symptomen wie Hitzewallungen oder Stimmungsschwankungen. Diese Veränderungen sind ein normaler Teil des Übergangs in die Menopause.
  • Unregelmäßiger Eisprung: Der Eisprung wird in der Perimenopause unregelmäßig, da die Eierstöcke altern und die hormonellen Signale schwächer werden. Das bedeutet, dass Eizellen weniger beständig freigesetzt werden, was zu ausbleibenden Perioden oder unvorhersehbaren Zykluslängen führt. Dieser natürliche Rückgang des Eisprungs markiert den schrittweisen Übergang zur Menopause.

2. Was dich erwartet

  • Variabilität der Zykluslänge: Die Periode kann in kürzeren Abständen kommen (kurze Zyklen) oder weiter auseinanderliegen (lange Zyklen).
  • Veränderungen der Blutungsstärke: Du könntest stärkere oder schwächere Blutungen oder auch nur Schmierblutungen (Spotting) erleben.
  • Ausbleibende Perioden: Je näher du der Menopause kommst, desto häufiger überspringt dein Körper einzelne Perioden.

3. Wie du mit den Unregelmäßigkeiten umgehst

  • Tracke deinen Zyklus: Nutze eine zuverlässige Perioden-Tracker-App, um Muster und Symptome zu notieren.
  • Passe deinen Lebensstil an: Treibe regelmäßig Sport, achte auf eine ausgewogene Ernährung und reduziere Stress, um dein hormonelles Gleichgewicht zu unterstützen.
  • Überwache deine Symptome: Achte auf Veränderungen wie Stimmungsschwankungen, Hitzewallungen oder Schlafstörungen. In der Life-App findest du eine Liste vorgeschlagener Symptome, die du tracken kannst. Du kannst auch eigene unter „Tags bearbeiten“ hinzufügen.

4. Wann du einen Arzt aufsuchen solltest

  • Ungewöhnlich starke Blutungen: Wenn eine Binde oder ein Tampon über mehrere Stunden hinweg alle 1–2 Stunden komplett durchgeblutet ist.
  • Blutungen zwischen den Perioden: Schmierblutungen oder Blutungen, die nichts mit deinem eigentlichen Zyklus zu tun haben.
  • Blutungen nach der Menopause: Jede Blutung, die auftritt, nachdem du 12 Monate lang keine Periode mehr hattest, sollte ärztlich untersucht werden.

5. Behandlungsoptionen

  • Hormontherapie: Niedrig dosierte Verhütungsmittel oder eine Hormonersatztherapie (HRT) können helfen, den Zyklus zu regulieren und Symptome zu lindern.
  • Nicht-hormonelle Optionen: Nahrungsergänzungsmittel oder Medikamente gegen spezifische Symptome wie Hitzewallungen oder starke Blutungen.

6. Habe Geduld mit der Umstellung

  • Die Perimenopause kann 4 bis 10 Jahre dauern, und unregelmäßige Perioden sind ein natürlicher Teil dieses Prozesses. Das Ende der Perimenopause ist erreicht, wenn du 12 aufeinanderfolgende Monate keine Periode mehr hattest – das signalisiert den Beginn der Menopause.

Wenn die Symptome deinen Alltag belasten, wende dich an medizinisches Fachpersonal, um individuelle Behandlungsmöglichkeiten zu besprechen.

Informationsquellen:

  1. Endocrine Society
  2. NHS (UK)
Medizinischer Haftungsausschluss:

Dieser Artikel dient nur zu Informationszwecken und sollte nicht als medizinischer Rat verstanden werden. Konsultiere immer einen Arzt, bevor du Änderungen an deiner Nahrungsergänzung oder Ernährung vornimmst.